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Grillunfall was ist jetzt zu tun?  Grillunfall was ist jetzt zu tun?

Grillunfallversorgung

Eine abgebrannte Gartenparty oder äußerst schwere und schmerzhafte Verbrennungen (von Körperteilen) sind keine Seltenheit.

Rund 4.000 Grill-Unfälle jährlich zeugen davon, dass es immer noch viel Leichtsinn und Unachtsamkeit beim Grillen gibt. Aus diesen Grillunfällen gehen jedes Jahr ca. 400 schwer- verletzte Kinder hervor!

Was sind die häufigsten Grill-Unfall- und Schadenursachen?

  • Stichflammenbildung beim An- oder Nachzünden durch explosionsartige Entzündung von gefährlichen brennbaren Flüssigkeiten, wie z. B. Benzin, Spiritus oder Petroleum
  • unüberlegte und gedankenlose Aufstellung des Grills, z. B. ohne Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien
  • Funkenflug durch Wind oder künstliche Luftzufuhr, z. B. durch einen Föhn

Grundsätzlich sollten Sie den Grill niemals aus den Augen lassen und ihn nie während des Grillens umstellen !!!

Besondere Aufsicht verlangen Kinder beim Grillen:
Gerade Kinder, die, von Glut und Feuer magisch angezogen, nahe am Grill stehen, können schwerste Verbrennungen im Gesicht davontragen.
Sie müssen nicht nur eine langwierige und schmerzreiche Krankenhausbehandlung über sich ergehen lassen, sondern leiden oft ihr ganzes Leben lang an einer trockenen, kälteempfindlichen Haut mit Juckreiz und Spannungsgefühl und an entstellenden Narben.

"Heiß und fettig !!"
Fettspritzer sind schmerzhaft. Vor Verbrennungen durch spritzendes Fett – und selbst kleine Verbrennungen sind schmerzhaft und lästig – schützen Grillschürzen , Handschuhe und ein gutes Grillbesteck .

Bei Brandverletzungen sofort Erste Hilfe leisten.
Brandwunden sofort längere Zeit mit Wasser kühlen und anschließend steril abdecken.
Größere Verbrennungen sind ein Fall für den Notarzt (112). Auch bei kleineren Verbrennungen einen Arzt aufsuchen, insbesondere wenn ein Kind betroffen ist.

Maßnahmen bei Verbrennungen

  • Ruhe bewahren und Eigenschutz beachten
  • Evtl. bestehende Kleiderbrände löschen (auf dem Boden wälzen, mit Wasser übergießen)
  • Evtl. in die Haut eingedrungene Kleidungsreste belassen
  • Beruhigung der betroffenen Person
  • Sofortiges Kühlen mit Wasser. Achtung, dabei kein Eiswasser sondern etwa 20°C warmes Wasser verwenden! Es kann zum Kühlen auch das Wasser aus dem Baggersee benutzt werden. Hygienische Bedenken sind zu vernachlässigen.
  • Die Kühlung sollte bei kleinen Verbrennungen solange durchgeführt werden, bis die Schmerzen deutlich nachgelassen haben (10 bis 15 Minuten).
  • Bei großen Verbrennungen nicht zu ausgiebig und nicht mit zu kaltem Wasser kühlen, weil es durch die Kühlung von großen Hautbereichen zu einer Unterkühlung des Verletzten kommt, was sich negativ auf dessen Überlebens- und Heilungschancen auswirkt. Eventuell können auch feuchte Brandwundenverbandtücher zur Kühlung verwendet werden. Als Transportgefäße bieten sich beispielsweise Getränkeflaschen an (ggf. vorher umspülen).
  • Während der Maßnahmen: Notrufnummer 112 anrufen und die Situation möglichst genau schildern. Vor allem ist eine möglichst genaue Ortsangabe (Baggersee in der Nähe des Ortes XY etc.) wichtig. Möglichst eine Person zur Einweisung des Rettungsdienstes abstellen.
  • Aufgrund der Schockgefahr sollte die Person in Schocklage auf dem Boden gelagert werden.
  • Sorgen Sie für eine Wärmeerhaltung (Rettungsdecke!) an den nicht betroffenen Bereichen und kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung und die sonstigen Lebenszeichen.
  • Sollte der Betroffene im Verlauf der Maßnahmen bewusstlos werden, kontrollieren Sie die Atmung und sonstige Lebenszeichen (Bewegungen etc.). Ist die Atmung normal, so bringen Sie den Betroffenen in die Seitenlage. Ist die Atmung nicht normal und zeigt der Betroffene auch sonst keine Lebenszeichen, beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Sind Sie für den Notfall gerüstet? Ein Erste-Hilfe-Set gehört in jeden Kinderhaushalt!

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